Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland
Wir erhalten den Deutschen Preis
für Denkmalschutz 2021

Das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz hat uns
den Deutschen Preis für Denkmalschutz, Kategorie Medienpreis, für die Rote Liste zuerkannt.

Goldene Abrissbirne

2020 vom Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V. erstmals verliehen

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Die Belange von Denkmalschutz und Denkmalpflege spielen im Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V. traditionell eine wichtige Rolle.

Mit der Roten Liste will der Vorstand dazu beitragen, auf Gefährdungen aller Art aufmerksam zu machen. Indem wir ausgewählte Beispiele von bedrohten Denkmälern vorstellen, wollen wir das Verständnis für die Objekte schärfen und Lösungswege aufzeigen. Wir sind überzeugt, dass in diesen Fällen zugunsten des Denkmals entschieden werden könnte. In Kurzporträts wollen wir die Objekte und ihre Werte darstellen, die oft verwickelten Situationen entflechten und Alternativen andenken. Kunsthistorische Expertise ist dabei ein wichtiger Baustein – zugleich oft von politischer Realität überholt und von Faktoren überwogen, die weit außerhalb eines kunsthistorischen Zugriffs liegen. Wo gegen die offensichtlich dokumentierten historischen Werte und die Potenziale entschieden wird, geben wir den Objekten eine Stimme und mahnen als Denkmalgewissen.

Das Denkmalgewissen profitiert von Facettenreichtum und Vielstimmigkeit, damit Denkmäler eine starke Lobby haben!

Derzeit besteht eine Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg, in der Studierende Fallbeispiel-Texte beisteuern. Mitglieder, Freundinnen und Freunde des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker sind ebenfalls aufgerufen, der Redaktion weitere Beispiele zu nennen. Welche Kriterien für die Aufnahme in die Rote Liste gelten und wer für die Bearbeitung der Fälle zuständig ist, erfahren Sie hier.

Deutscher Preis für Denkmalschutz 2021

Das DNK hat uns den Deutschen Preis für Denkmal­schutz 2021, Kategorie Medien­preis, für die Rote Liste zuerkannt.

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Aus Kapazitätsgründen können bis Mitte Oktober 2021 leider keine neuen Fälle angenommen werden.

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Neueste Fälle

Gerbhaus in Bacharach

Seit Jahren verfällt das stadtbildprägende Bauwerk immer mehr. Ein beherztes Eingreifen der Politik, um zumindest eine vorläufige Notsicherung durchzuführen, erfolgt nicht. Das Gerbhaus ist ein beklagenswertes Beispiel dafür, wie sich unter ungünstigen Umständen Verantwortung verflüchtigt und wie historische Bauten und ein Stadtbild darunter leiden.

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Rathaus I Iserlohn

Nachdem das Rathaus I der Stadt Iserlohn erst 2018 unter Denkmalschutz gestellt worden war, ist es nun aufgrund erheblicher Brandschutzmängel vom Abriss bedroht. Mit dem Rathaus scheint auch der letzte Hinweis auf die Nachkriegsmoderne im Iserlohner Stadtzentrum weichen zu müssen.

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Stalag VII A in Moosburg

In Moosburg an der Isar sind bis heute vier Baracken des Stalag VII A erhalten geblieben. Sowohl der authentische Zeugniswert als auch die geschichtliche Bedeutung der Gebäude wurden 2013 mit der Eintragung in die Denkmalliste bestätigt. Nachdem bereits der überwiegende Teil der früheren Baracken verändert und durch Neubauten ersetzt wurde, sind nun auch die übrigen Gebäude substanziell in Gefahr.

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„Blaues Haus“ in Hof

Für das „Blaue Haus“ besteht derzeit akute Abrissgefahr. Die leerstehende ehemalige Baumwollspinnerei in Hof soll einem Neubau weichen. Ein Berliner Investor plant an dem Standort den Bau von Wohnungen für Senioren und Familien. Lässt sich das historische Gebäude nicht sinnvoll umnutzen? Ist das „Blaue Haus“ tatsächlich verloren, und wieso darf dieses historische Bauerbe nicht Keimzelle einer Weiterentwicklung werden?

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