Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland
Goldene Abrissbirne 2020 verliehen
Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland
Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland

Die Belange von Denkmalschutz und Denkmalpflege spielen im Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V. traditionell eine wichtige Rolle.

Mit der Roten Liste will der Vorstand dazu beitragen, auf Gefährdungen aller Art aufmerksam zu machen. Indem wir ausgewählte Beispiele von bedrohten Denkmälern vorstellen, wollen wir das Verständnis für die Objekte schärfen und Lösungswege aufzeigen. Wir sind überzeugt, dass in diesen Fällen zugunsten des Denkmals entschieden werden könnte. In Kurzporträts wollen wir die Objekte und ihre Werte darstellen, die oft verwickelten Situationen entflechten und Alternativen andenken. Kunsthistorische Expertise ist dabei ein wichtiger Baustein – zugleich oft von politischer Realität überholt und von Faktoren überwogen, die weit außerhalb eines kunsthistorischen Zugriffs liegen. Wo gegen die offensichtlich dokumentierten historischen Werte und die Potenziale entschieden wird, geben wir den Objekten eine Stimme und mahnen als Denkmalgewissen.

Derzeit besteht eine Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg, in der Studierende Fallbeispiel-Texte beisteuern. Mitglieder und Freunde des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker sind ebenfalls aufgerufen, der Redaktion weitere Beispiele zu nennen.

Das Denkmalgewissen profitiert von Facettenreichtum und Vielstimmigkeit, damit Denkmäler eine starke Lobby haben!

Goldene Abrissbirne verliehen

2020 geht die Goldene Abrissbirne des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker e.V. an das ehemalige Verstärker­amt in Kochel am See.

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Neueste Fälle

Stadthaus Mannheim

Prominent gelegen am Paradeplatz, überführt das Stadthaus Mannheim (Carlfried Mutschler u. a., 1991) prägende Elemente des kriegszerstörten barocken Vorgängerbaus in eine überzeugende postmoderne Gestaltung. Seit Kurzem wird in Stadtöffentlichkeit und Presse laut über den Abriss dieses Mannheimer Wahrzeichens nachgedacht.

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Gasometer Schöneberg

Nach der Änderung des Bebauungsplanentwurfs soll das im Gasometer geplante Bürogebäude noch höher gebaut werden dürfen als ursprünglich festgelegt. Damit besteht die Gefahr, dass ein bedeutender Industriebau des frühen 20. Jahrhunderts in seiner Wahrnehmung beeinträchtigt und die heute einzigartige Fernwirkung der bei ihrer Errichtung wegweisenden Stahlskelettkonstruktion im Stadtbild zerstört wird.

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Ehemaliges Neustädter Rathaus

Das Neustädter Rathaus ist das wichtigste erhaltene Beispiel profaner Renaissancearchitektur in Eisleben (Sachsen-Anhalt). Der zweigeschossige Bruchsteinbau mit vielen charakteristischen Merkmalen und Ornamenten prägt die Straßenansicht durch seine Ecklage. Aktuell bietet er ein erschütterndes Bild und ist akut in Gefahr.

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Schloss Nymphenburg

Der Gesamtkomplex von Schloss Nymphenburg ist das einzige noch in allen seinen Facetten erhaltene Ensemble des 18. Jahrhunderts in München. Der geplante Neubau für das Museum BIOTOPIA würde die Erscheinung des Schlosses beschädigen und widerspricht der ursprünglichen Konzeption der Anlage.

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