Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland
Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland
Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland

Die Belange von Denkmalschutz und Denkmalpflege spielen im Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V traditionell eine wichtige Rolle.

Mit der Roten Liste will der Vorstand dazu beitragen, auf Gefährdungen aller Art aufmerksam zu machen. Indem wir ausgewählte Beispiele von bedrohten Denkmälern vorstellen, wollen wir das Verständnis für die Objekte schärfen und Lösungswege aufzeigen. Wir sind überzeugt, dass in diesen Fällen zugunsten des Denkmals entschieden werden könnte. In Kurzporträts wollen wir die Objekte und ihre Werte darstellen, die oft verwickelten Situationen entflechten und Alternativen andenken. Kunsthistorische Expertise ist dabei ein wichtiger Baustein – zugleich oft von politischer Realität überholt und von Faktoren überwogen, die weit außerhalb eines kunsthistorischen Zugriffs liegen. Wo gegen die offensichtlich dokumentierten historischen Werte und die Potenziale entschieden wird, geben wir den Objekten eine Stimme und mahnen als Denkmalgewissen.

Derzeit besteht eine Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg, in der Studierende Fallbeispiel-Texte beisteuern. Mitglieder und Freunde des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker sind ebenfalls aufgerufen, der Redaktion weitere Beispiele zu nennen.

Das Denkmalgewissen profitiert von Facettenreichtum und Vielstimmigkeit, damit Denkmäler eine starke Lobby haben!

Ein Denkmalgewissen für Deutschland

Was genau steckt hinter dem Konzept der Roten Liste?

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Aufnahme in die Rote Liste

Welche Kriterien gelten für die Aufnahme in die Rote Liste?

Wer ist für die Bearbeitung der Fälle zuständig?

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Neueste Fälle

Ehemaliger Inselbahnhof Juist

Der Juister Inselbahnhof von 1936 ist kein eingetragenes Baudenkmal, aber ein Baukunstwerk und wichtiges Geschichtszeugnis. Das Gebäude sollte einer wirtschaftlich optimierten Neubebauung weichen, wogegen sich eine Bürgerinitiative wehrte. Die vorläufige Rettung verdankt sich allerdings auch ausgebliebenen öffentlichen Mitteln für einen Neubau.

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Ehemaliger jüdischer Tempel

Die Reste des Jüdischen Tempels von 1844 in der Hamburger Poolstraße sind ein unverzichtbares Dokument für die Geschichte des liberalen Judentums, dessen architektonische und liturgische Neuerungen von einer zunehmenden Emanzipation der Menschen jüdischen Glaubens kündeten. Es droht der Zusammensturz der Ruine, die seit Jahren ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist.

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Kuranlagen Bad Neuenahr

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat im April 2019 den Abriss des als Denkmalbereich geschützten Ensembles beschlossen. Bedauerlicherweise liegt dafür auch die denkmalrechtliche Genehmigung vor. Lediglich die drehbare Muschel als Einzeldenkmal soll erhalten bleiben und in einen Neubau integriert werden.

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Stadthalle Bonn Bad Godesberg

Die Gesamtanlage ist denkmalgeschützt. Gleichwohl haben sich 2018 Debatten in Bonn entwickelt, die Halle abzureißen und auf dem Grundstück den Neubau eines Mehrspartenhauses für Schauspiel, Musiktheater und Kongresse zu errichten.

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