Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland
Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland
Rote Liste – ein Denkmalgewissen für Deutschland

Die Belange von Denkmalschutz und Denkmalpflege spielen im Verband Deutscher Kunsthistoriker e.V traditionell eine wichtige Rolle.

Mit der Roten Liste will der Vorstand dazu beitragen, auf Gefährdungen aller Art aufmerksam zu machen. Indem wir ausgewählte Beispiele von bedrohten Denkmälern vorstellen, wollen wir das Verständnis für die Objekte schärfen und Lösungswege aufzeigen. Wir sind überzeugt, dass in diesen Fällen zugunsten des Denkmals entschieden werden könnte. In Kurzporträts wollen wir die Objekte und ihre Werte darstellen, die oft verwickelten Situationen entflechten und Alternativen andenken. Kunsthistorische Expertise ist dabei ein wichtiger Baustein – zugleich oft von politischer Realität überholt und von Faktoren überwogen, die weit außerhalb eines kunsthistorischen Zugriffs liegen. Wo gegen die offensichtlich dokumentierten historischen Werte und die Potenziale entschieden wird, geben wir den Objekten eine Stimme und mahnen als Denkmalgewissen.

Derzeit besteht eine Kooperation mit dem Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg, in der Studierende Fallbeispiel-Texte beisteuern. Mitglieder und Freunde des Verbandes Deutscher Kunsthistoriker sind ebenfalls aufgerufen, der Redaktion weitere Beispiele zu nennen.

Das Denkmalgewissen profitiert von Facettenreichtum und Vielstimmigkeit, damit Denkmäler eine starke Lobby haben!

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Neueste Fälle

Gartenvilla im Neufferpark (Teehaus)

Das große Bauhaus-Jubiläum 2019 brachte Feierlichkeiten und Würdigungen. Bedauerlicherweise sind aber wertvolle Bauten aus der Zeit der frühen Moderne des 20. Jahrhunderts immer noch akut gefährdet. Das sogenannte Teehaus in Pirmasens von 1930 ist ein seltenes Beispiel einer Fabrikantenvilla aus dieser Zeit in Südwestdeutschland und braucht dringend Pflege und ein Nutzungskonzept.

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Kath. Kirche St. Elisabeth

Im mittelhessischen Wetzlar erhebt sich – noch – die Kirche St. Elisabeth. Dieser Bau der 1960er Jahre ist insbesondere durch seinen kreisrunden Grundriss, seine Kuppel und die prägenden Sechseckformen bemerkenswert. Seit 2018 ist die Kirche aus der Nutzung genommen und wird gleichsam „verschwiegen“, seit 2019 sind Pläne bekannt, nach ihrem Abriss auf dem Grundstück Wohnungsbau zu verwirklichen.

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„Pingusson-Bau“

Die ehemalige Französische Botschaft im autonomen Saarland brachte den Anspruch der Stadt und des Landes mit hochkarätiger Architektur zum Ausdruck. Das Hin und Her um Erhaltung und Renovierung sollte nun endlich mit einem klaren Bekenntnis des Landes für das Gebäude beendet werden.

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Fischerhaus auf der Fischerinsel im Tollensesee

Das im Kern barocke Fachwerkgebäude befindet sich im Besitz der Stadt Neubrandenburg – vermutlich handelt es sich dabei um eines der ältesten durchgängig im kommunalen Besitz befindlichen Wohnhäuser des Landes. Derzeit ist der Bestand durch voranschreitenden Verfall und langen Leerstand akut gefährdet.

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