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FOCUS 1600. Johannisburger Symposium zur Architektur und Bildenden Kunst des Manierismus

Einer der bedeutendsten Bauten des deutschen Manierismus ist das Aschaffenburger Schloss Johannisberg, das Veranstaltungsort dieser internationalen Fachtagung sein wird. Es war bis 1806 Nebenresidenz der Mainzer Kurfürsten, den wichtigsten Repräsentanten des Reiches nach dem Kaiser. Außerhalb der beiden gut erforschten Zentren München und Prag kann sich der Manierismus aber oft nur mühsam gegen Stilzuschreibungen wie Spätrenaissance und Frühbarock durchsetzen. Dies ist insofern auch folgerichtig, weil sich zwischen 1550 und 1650 ein besonders dichtes Nebeneinander moderner und retrospektiver Tendenzen beobachten lässt. Dieses Phänomen soll in Fallstudien aus allen Kunstgattungen – auch aus der Perspektive der historischen Nachbardisziplinen – beleuchtet werden. Dabei sollen auch Phänomene wie der um 1500 einsetzende Nationsdiskurs oder das Aufblühen des Jesuitenordens berücksichtigt werden. Ziel ist eine stärkere Sensibilisierung für die deutsche Kunst dieser Epoche und eine schärfere Profilierung des Manierismus-Begriffs.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation der Museen der Stadt Aschaffenburg mit den Kunsthistorischen Instituten der Universitäten Bonn und Mainz.

Einsendefrist: 31.08.2020
Veranstaltungsort
Schloss Johannisburg
Ridingersaal
Schlossplatz 4
63739 Aschaffenburg
veröffentlicht am: 21.04.2020