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Ekphrasis und Residenz

München ist ein Musterbeispiel der konfessionell kodierten Residenzstadt im Vorfeld des Dreißigjährigen Krieges. Ein wichtiger Zeuge hierfür ist der Kunst- und Politikagent Philipp Hainhofer (1579–1647), der die bayerische Hauptstadt zwischen 1603 und 1636 insgesamt siebenmal besuchte. Abgesehen von den heiklen diplomatischen Missionen der Jahre 1629 und 1631 sind von jedem dieser Aufenthalte Reiseberichte erhalten, die äußerst wichtige Quellen zur Gestalt der Stadt und der kulturhistorischen Stellung des bayerischen Hofes im frühen 17. Jahrhundert darstellen.
Die Konferenz beabsichtigt, den Konnex zwischen Hofkunst und Beschreibungskunst deutlicher als bisher geschehen herauszuarbeiten. Zentrale Themen von Workshop und Tagung sind: Architektur und Plastik in der Residenzstadt als Medien fürstlicher Repräsentation im öffentlichen Raum, Schlossbau und Raumkunst, Beschreibungskunst um 1600 sowie Konfessionalität, Konkurrenz und Wahrnehmung von visueller und materieller Hofkultur.

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Veranstaltungsort
Zentralinstitut für Kunstgeschichte
Vortragsraum 242, II. OG
Katharina-von-Bora-Str. 10
80333 München
veröffentlicht am: 14.02.2020