Eine Stunde Kunstgeschichte in Bern/Schweiz

Prof. Dr. Birgitt Borkopp-Restle, Abteilung Geschichte der Textilen Künste, Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern

Dezember 2012: Unter dem Titel „Kleider machen Leute“ stellte Birgitt Borkopp-Restle im Rahmen der Kinderuni Bern vor, wie sich Damen und Herren im 18. Jahrhundert kleideten; besondere Aufmerksam­keit galt dabei den Kleidungsstücken, die Körper­haltung und –bewegung massgeblich bestimmten: Schnürmieder, Reifrock und Schuhe. Sie machte vor allem deutlich, dass ein eleganter Auftritt mehr erforderte als teure Seidenstoffe und Spitzen – wollte man sich in Gesellschaft formvollendet be­we­gen, mit Anmut tanzen, geschickt reiten und fechten, so bedurfte dies einer sorg­fäl­ti­gen Ausbildung und ständiger Übung. Schon kleine Kinder erhielten deshalb Unterricht bei einem Tanzmeister.  An Kostüm­puppen konnten die Damen und Herren in spe das Ankleiden von Kopf bis Fuss nachvollziehen: als prominenteste Vertreter stell­ten sich ihnen Lord und Lady Clapham (Victoria & Albert Museum, Inv.-Nr. T. 846/847-1974) mit ihrer Garderobe vor.

Bei einem Besuch im Bernischen Historischen Museum am folgenden Tag konnten die 8-12jährigen Teilnehmer/innen nicht nur originale Kleidungsstücke aus dem 18. Jahr­hun­dert studieren, sondern auch an zeitgenössischen Porzellanfiguren beobachten, wie sich elegante Damen und Herren trugen.

Bilder

Kinderuni Bern, Dezember 2012 „Kleider machen Leute“ (Foto: Claude-Samuel Blatter)
Lord und Lady Clapham (Foto: Victoria & Albert Museum, London)

Bilder 2 (hochkant)